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Terriers – Neue Serie von Shawn Ryan

Vielen wird Shawn Ryan noch von seinem Meisterwerk The Shield bekannt sein. Nachdem die Serie voriges Jahr geendet hat, hat er sich ein neues Projekt bei FX geangelt. Grund genug, die Pilotepisode ein bißchen genauer zu durchleuchten.

Es geht um den heruntergekommen Ex-Cop und Ex-Alkoholiker Hank Dolworth (gespielt von Donal Logue), der mit seinem Partner Britt Pollack (Michael Raymond-James) eine Detektivkanzlei ohne Lizenz unterhält. Die Beiden halten sich mit kleinen Jobs über Wasser, zb sieht man am Anfang der Pilotepisode wie sie den Hund einer Frau von deren Ex-Freund stehlen. Schnell stolpern sie von einem Fall zum Nächsten bis sie durch Zufall in eine große Sache mit einem prominenten Investor geraten.



Die gesamte Inhaltsangabe der ersten Episode gibt es hier.

Wer sich eine neue Serie wie The Shield erwartet, wird sicher schnell enttäuscht sein. Natürlich hat es Shawn Ryan jetzt um einiges schwerer und alle seine neuen Projekte werden sicher an The Shield gemessen. Doch es gibt einiges, das die Qualität der Serie schon in der Pilotepisode zeigt und sich angenehm von anderen Serien abhebt: In Charaktertiefe, Dialog und Produktion sieht man, das einiges an Potential vorhanden ist.

Charaktertiefe: Schon ganz am Anfang werden vorsichtig die ersten Fäden ausgelegt. Hanks Alkoholismus, seine Ex-Frau die er immer noch liebt, die aber wieder heiraten will und seine Beziehung zu seinem ehemaligen Partner bei der Polizei. Aber auch sein Partner Britt hat einiges an Problemen im Gepäck: Seine Freundin will ein Baby, doch er kann sich noch nicht mit dem Gedanken anfreunden, Vater zu werden und sich niederzulassen. Er ist noch nicht bereit, läßt sich von ihr aber überreden sich zuerst einen Hund anzuschaffen. Dazu kommt noch seine Vergangenheit als Dieb und die „Kanzlei“ die die Beiden ohne Lizenz führen. Auch wenn sich die Serie wahrscheinlich zuerst einige Episoden am Fall der Woche orientieren wird, ist hier genug Material vorhanden, damit sich die Serie über viele Folgen mit den Problemen der Hauptdarsteller beschäftigen kann (und hoffentlich wird). Hoffentlich finden die Produzenten die richtige Mischung bis sich ein Stammpublikum etablieren kann.

Dialog: Schnell, knackig, mit viel Wortwitz kommt die Pilotepisode daher. Zum Beispiel als Britt von „iPorn“ spricht als Hank sich das Sexvideo auf dem Handy ansieht und Hank nur antwortet „You what?“ gibt es einige Passagen die die Episode auflockern und den Charakteren schon in der ersten Folge ein Profil geben.

Produktion: Augenscheinlich ist, daß die Serie ein angemessenes Budget bekommen hat. Farben, Schnitt, Ausstattung der Sets sind ansprechend, man kann sofort in die Welt von Terriers eintauchen, ohne sich lange daran gewöhnen zu müssen. Eine Stärke die sich schon bei The Shield gezeigt hat, ist es, den Look amerikanischer Städte so rüberzubringen wie er wirklich ist. Ich würde es am ehesten als „Dirty Reality“ bezeichnen. Der Großteil größerer Städte ist einfach nicht schön und aufpoliert, wie man es aus vielen Serien gewohnt ist. Sie sind dreckig, heruntergekommen und eben weit entfernt von Perfektionismus. Der Unterschied zwischen den billigen Wohnvierteln wenn die Beiden sich in ihrem Revier bewegen und den herausgeputzten Villenviertel als sie in die Welt des prominenten Investors eintauchen ist gut gemacht.

Wer also auf intelligente, abwechslungsreiche Copserien ohne viel Hochglanz und unrealistischem Ermittlertum steht, wird in Terriers sicher schnell einen wöchentlichen Fixpunkt auf seinem Serienkalender finden.

Die wöchentlichen Episodenguides gibt es dann immer hier.

Serien aus der Newsmeldung

Terriers  -  The Shield 

Kommentare

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  Von: krusty242 am 14.09.2010 18:58
Habe den Piloten gesehen, war ok. Kein Kracher. Kann man sich anschauen, wenn es nicht besseres gerade gibt.